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Bildschirmzeit reduzieren mit Maja Sülau

Viele Eltern suchen nach Möglichkeiten, die Bildschirmzeit ihrer Kinder zu reduzieren und stattdessen aktiveres, kreativeres Spielen zu fördern. Vor zwei Jahren beschloss Maja mit ihrer Familie, Bildschirme aus dem Alltag ihrer Kinder zu verbannen. Wir baten Maja, ihre Erfahrungen mit uns zu teilen und praktische Tipps zu geben, wie man den Bildschirmkonsum reduzieren und mehr Bewegung und Kreativität zu Hause anregen kann.

Was hat Sie dazu inspiriert, Bildschirme aus dem Alltag Ihrer Kinder zu verbannen?

Alles begann mit meiner Neugierde, wie sich Bildschirme auf Kinder auswirken – auf ihr Spielverhalten, ihr Lernen und ihre Interaktion mit der Umwelt. Mir war aufgefallen, dass meine Kinder durch Bildschirmzeit bei anderen Aktivitäten oft passiver und ungeduldiger wurden, und ich hatte von anderen Eltern gehört, denen eine Reduzierung der Bildschirmzeit geholfen hatte. Ich wollte meinen Kindern eine Kindheit mit mehr kreativem Spiel, Achtsamkeit und Bewegung ermöglichen, und so haben wir uns für einen bildschirmarmen Alltag entschieden.

Was war die größte Herausforderung beim Verzicht auf Bildschirme und wie haben Sie diese bewältigt?

Die größte Herausforderung war mein eigenes Bedürfnis nach einer Auszeit im Laufe des Tages. Bildschirme scheinen eine einfache Lösung zu sein, wenn man nur fünf Minuten für sich braucht, und anfangs war es schwierig. Doch mit der Zeit merkte ich, dass meine Kinder besser selbstständig spielen konnten, wenn Bildschirme keine Option mehr waren.

Stattdessen richtete ich kleine Spielecken mit Spielzeug, Bastelmaterial, Bausteinen usw. ein, damit sie immer etwas zum Spielen hatten. Diese kleinen Vorbereitungen machten einen großen Unterschied und erleichterten den Alltag ungemein.

Welche Aktivitäten oder Spielzeuge sind bei Ihnen zu Hause besonders beliebt und wie fördern Sie selbstständiges Spielen im Vergleich zu elterngeleiteten Aktivitäten?

MODU gehört definitiv zu unseren Favoriten, weil es so vielseitig einsetzbar ist. Ich liebe Spielzeug, das freies Spielen ermöglicht, deshalb sind Magnete, Knete, LEGO und Verkleidungsspiele bei uns auch sehr beliebt. Ich versuche, den Kindern beim Spielen viel Freiraum zu lassen und nicht zu sehr einzugreifen. Oft hole ich einfach etwas heraus und lasse sie dann selbst entscheiden.

Wie hat sich der Verzicht auf Bildschirme auf Ihre Familiendynamik und Ihren Tagesablauf ausgewirkt, und haben Sie durch diese Entscheidung unerwartete Vorteile festgestellt?

Ich habe festgestellt, dass es ein stärkeres Gefühl der Präsenz geschaffen und zu weniger Konflikten zu Hause geführt hat. Die Kinder können sich besser mit dem Spielen beschäftigen und finden selbstständig Beschäftigungen. Ein unerwarteter Vorteil ist, dass sie besser schlafen und ruhiger wirken – besonders abends. Ehrlich gesagt, fühlt sich der Alltag ohne Bildschirme einfach leichter an als vorher mit ihnen. Es gibt keine Diskussionen mehr darüber, ob sie etwas sehen dürfen, wie lange oder was, weil es einfach keine Option mehr ist.

Welchen Rat würden Sie anderen Eltern geben, die überlegen, die Bildschirmzeit ihrer Kinder zu reduzieren? Und welche kleinen Schritte könnten Eltern unternehmen, die noch nicht bereit sind, vollständig auf Bildschirme zu verzichten?

Ich würde auf jeden Fall empfehlen, klein anzufangen! Man muss nicht von heute auf morgen alle Bildschirme verbannen – geht es in eurem eigenen Tempo an. Versucht, bildschirmfreie Zonen einzurichten, zum Beispiel während der Mahlzeiten oder abends vor dem Schlafengehen. Haltet unterhaltsame Alternativen bereit, damit die Kinder leicht etwas anderes zu tun finden. Uns hat es auch geholfen, draußen zu spielen oder Orte zu besuchen, an denen es keine Bildschirme gab – aus den Augen, aus dem Sinn. Und am wichtigsten: Habt Geduld! Die Umstellung braucht Zeit, aber es lohnt sich absolut.

Folgen Sie Maja und ihrer Familie auf Instagram für weitere kreative Spielideen und einen Einblick in ihren Alltag hier.